Ernährungs-Apps

Apps zum Thema Ernährung und Krebs

© serggn / depositphotos.com

Apps, Wearables oder telemedizinische Anwendungen – neue digitale Entwicklungen beeinflussen die moderne Gesundheitsversorgung immer stärker. Durch die Vernetzung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten wird es immer öfter möglich sein, bessere Diagnoseverfahren und auf den Einzelnen angepasste Therapien zu konzipieren. Durch die Digitalisierung entstehen aber auch neue Herausforderungen, über die Experten teilweise kontrovers diskutieren.

Dazu zählt auch die Frage, ob die Regelungen zum Umgang mit den Daten in den Gesundheitseinrichtungen ausreichend sind oder ob sie der fortschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen eher im Wege stehen. Die einzelnen Akteure und Anbieter wie z.B. Gesundheitseinrichtungen und Medizinprodukte-Hersteller sollen sich deshalb klar zu ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen positionieren, die durch die Digitalisierung aufgeworfen werden. Nur wer sich auch damit auseinandersetze, könne Lösungen für das Gesundheitssystem erreichen – und somit einen Beitrag zu mehr Patientensicherheit leisten.1

Vertrauenswürdigkeit von Gesundheits-Apps

Schon jetzt nutzt über die Hälfte der Patienten in Deutschland Gesundheits- Apps. Doch deren Sicherheit ist umstritten – und allgemeine Kriterien zur Orientierung fehlen häufig. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit sieht hier Handlungsbedarf und hat deshalb und Checkliste zu Gesundheits-Apps erstellt, mit der Patienten prüfen können, welche digitalen Angebote sicher sind und welche weniger. Dabei sollte man als Nutzer von Apps immer im Hinterkopf behalten, dass deren Nutzung den Besuch beim Arzt nicht ersetzt. Die Checkliste für die Nutzung von Gesundheits-Apps gibt es für Sie hier als PDF-Datei.

Verschiedene Anbieter und Experten empfehlen darüber hinaus den Nutzern, beim Gebrauch von Medizin- und Gesundheits-Apps - ebenso wie bei der Nutzung von gesundheitsangeboten im Internet - auf folgende wichtige Punkte zu achten bzw. die damit verbundenen Informationen zu hinterfragen:2

  • Ausführliches Impressum und Datenschutz-Erklärung sind vorhanden?
  • Einfache Kontaktmöglichkeit zu einem Ansprechpartner vorhanden?
  • App ist werbefrei oder beinhaltet nur deutlich gekennzeichnete Werbung?
  • Welchen Zweck verfolgt die Medizin-App?
  • Welche Grenzen, Risiken und Einschränkungen hat die Gesundheits-App?
  • Warum ist der Hersteller für die medizinische App oder Plattform qualifiziert?
  • Woher stammen die Informationen, welche in der Medical App eingesetzt werden?
  • Erfolgt die Eingabe, Verwendung und Speicherung Ihrer Daten freiwillig?
  • Wofür werden diese persönlichen und medizinischen Daten verwendet?
  • Wo werden Ihre Daten gespeichert?
  • Ist die Medizin-App womöglich sogar ein Medizinprodukt mit einer CE-Kennzeichnung?
  • Andere vertrauenswürdige Siegel wie z.B. ein TÜV-Siegel.
  • Sichtbare Transparenz zu Autoren und Quellen der informationen.
  • Prüfung der Aktualität anhand von Datums- sowie Aktualisierungsanzeigen möglich.
  • Es werden keine Sofort-Diagnosen ohne ärztlichen Rat angeboten.
  • Keine Heilsversprechen.

Beispiele für Ernährungs-Apps

Im Folgenden haben wir Ihnen einmal einige Beispiele für Apps im Bereich Ernährung zusammengestellt.

Health Food - App

LMU. © Klinikum der Uni München

Anbieter:
Tumorzentrum München (TZM) - LMU Klinikum

App-Beschreibung des Anbieters:
Die Grundidee für diese App war der Wunsch, Ihnen in einer belastenden Situation wie einer Krebserkrankung die bestmögliche Ernährung mit hohem Genussfaktor und damit auch einem wichtigen Entspannungsfaktor zuteil werden zu lassen. Aufgrund des großen Interesses für gesunde, genussreiche Ernährung verbunden mit Krebsprävention, hat sich gezeigt, dass die App auch über den Kreis der Betroffenen geschätzt wird. Im Mittelpunkt stehen die Qualität der Zutaten und ihre optimale Verarbeitung und die Bewertung durch wissenschaftliche Ernährungsexperten. Die App ist eine ständig wachsende Plattform für Rezepte von bekannten Spitzenköchen, die Qualität, Nachhaltigkeit, Kreativität und vor allem Genuss garantiert. Bevorzugt verarbeitet werden regionale und saisonale Produkte, die aus artgerechter Tierhaltung und ökologischem Anbau stammen sollten.

Essen bei Krebs - App

© Milleflore Images/shutterstock

Anbieter:
Wiebke Endres, Diplom Oecotrophologin (FH)

App-Beschreibung des Anbieters:
Selbsthilfe App für Menschen mit Krebs-Erkrankungen im Bereich Kopf- Hals - Mund in deutscher Sprache. Die App bieten Menschen ein Forum, um sich mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen. Zudem soll über die in der App enthaltenen Beiträge das Krankheitsbild in der Öffentlichkeit bekannter, aber vor allem transparenter gemacht werden. Sie beinhaltet wissenschaftliche Foren, exklusive Videos und eine Chat-Funktion.

Oviva: Freude am Leben - App

Anbieter:
Oviva AG

App-Beschreibung des Anbieters:
Diese App ist nur für bereits angemeldete Oviva PatientInnen und TeilnehmerInnen zugänglich. Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie unter: www.oviva.com Sobald Sie bei Oviva angemeldet sind, erhalten Sie einen Termin für das Erstgespräch mit einer ausgebildeten ErnährungsberaterIn. Je nach Programm findet das Gespräch per Telefon, per Video über die App oder persönlich statt. Die ErnährungsberaterIn wird Essgewohnheiten, Motivation und Ziele analysieren. Gemeinsam werden sinnvolle Ziele gesetzt und Strategien um diese zu erreichen und langfristig zu halten besprochen. Oviva unterstützt keine kurzfristigen Diäten, sondern langfristige Verhaltensänderungen. Die Ernährungsberater unterstützten mit evidenzbasiertem Wissen und personalisierten Tipps, was den Weg zu einem gesünderen Verhalten und nachhaltigen Veränderungen ebnen soll. Die Teilnahme am Oviva-Programm wird bereits von einigen Krankenkassen gefördert bzw. übernommen.

* Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Produktbeispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen beispielhaft, welche Lösungen angeboten werden. Gerne nehmen wir weitere Lösungen in die Übersicht auf. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu unter produkte@telmacare.de

Weitere Informationen

Quellenhinweise
  1. Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS): Pressemappe der Pressekonferenz des APS „Digitalisierung und Patientensicherheit“ vom 04. Mai 2018. Online unter www.aps-ev.de Zuletzt eingesehen am 28 August 2022.
  2. Vgl. hierzu auch Health Dataspace: Checkliste Gesundheits-Apps - Darauf sollten Sie achten. Online unter www.healthdataspace.org zuletzt eingesehen am 28. August 2022.
  3. Eigene Recherchen und Informationen der jeweiligen Anbieter.
Aktualisierungsinformationen

Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 25. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 25. August 2022