Dresdner Stollen, Pulsnitzer Pfefferkuchen, Eierschecke, Leipziger Lerche oder Quarkkeulchen. Der Freistaat Sachsen ist über seine Landesgrenzen hinweg vor allem bekannt für seine süßen Köstlichkeiten. Aber auch deftige Gerichte gehören zu den Standards sächsischer Esskultur, wie der Sauerbraten, Wickelklöße, Fratzen aus dem Erzgebirge, vogtländische Karpfen oder auch das Leipziger Allerlei.
Und nicht zu vergessen auch Bautzener Senf, Lausitzer Leinöl, sächsischer Wein und die Leipziger Gose, eine traditionelle obergärige Bierspezialität, gehören dazu. Sachsen hat eine lange Tradition der Kochkunst und Esskultur, welche sich seit der Tafelkultur des Dresdner Hofes im 18. Jahrhundert immer wieder neu erfunden hat. Dabei ist die Esskultur immer ein wichtiger Bestand der Gesamtkultur einer Region - auch und gerade hier in Sachsen.1
Es gibt jedoch nicht „die“ sächsische Küche, sondern eine Vielzahl regionaler Kochtraditionen, die auch viele Einflüsse aus Thüringen und Franken aufgenommen und interpretiert haben. Aber auch innerhalb einer Region gibt es Unterschiede, und selbst von Dorf zu Dorf oder Familie zu Familie unterscheiden sich oft Zubereitung und Essgewohnheiten der Menschen. Während im Vogtland Kartoffelpuffer als „Bambes“ bezeichnet werden, finden wir sie im Erzgebirge als „Fratzen“ oder „Griene Fratzen“ (aus rohen Kartoffeln) wieder. In anderen Regionen des Erzgebirges kennen Alteingesessene diese dagegen als „Klitscher“, „Rauchemaad“ oder „Latschen“.2
„Die Eierschecke ist eine Kuchensorte, die zum Schaden der Menschheit auf dem Rest des Globus unbekannt geblieben ist.“
Erich Kästner (geb. in Dresden)
Neben regionalen Einflüssen ist es jedoch auch der historische Reichtum der Regionen, der die Auswahl der Gerichte und die Küche über die Jahrhunderte hinweg beeinflusste. Während die schon im Mittelalter blühenden Städte Dresden und Leipzig für eine üppige und teilweise auch extravagante Küchen (Krebse im Leipziger Allerlei) bekannt waren, ernährten sich die Menschen im eher armen Erzgebirge von einfachen Gerichten wie Pellkartoffeln, Quark mit Leinöl oder Kartoffelsuppe.3
Deshalb bietet Sachsens Küche heute für jeden Geschmack etwas und begegnet seinen Entdeckern laut Sachsen-Tourismus mal deftig und würzig, frisch und süß, oder auch prickelnd und perlend. Genuss und Gemütlichkeit, Gastfreundschaft, Hausmannskost und Sterneköche, all dies ist in Sachsen zuhause.
Ethel Scheffler / Sylke Tannhäuser
128 S., zahlr. Farbfotos, 24 x 17 cm., geb., Wartberg-Verlag, 2017
ISBN 978-3-8313-2357-9
16,90 € inkl. MwSt.
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Der Verlag zum Inhalt:
„Sachsen ist das Land der Genießer. Gemütlichkeit wird groß geschrieben, und ein gutes Essen darf dabei nicht fehlen. Ob Abernklitscher aus der Oberlausitz, Leipziger Lerchen, Linsensuppe, Broiler oder die Dresdener Eierschecke – die Vielfalt der Gerichte ist unerschöpflich, und jede sächsische Region hat ihre ganz eigenen Rezepte. Um diese zu finden, sind die Autorinnen durch den Freistaat gereist, haben in Kochtöpfen gerührt und beim Genießen den Kindheitserlebnissen ihrer Gastgeber gelauscht. Herausgekommen ist ein Band quer durch den sächsischen Speiseplan, wie er über Generationen hinweg weitergegeben wird. Tauchen Sie ein in die sächsische Küche und stellen Sie fest: Was schon Oma kochte, ist heute noch beliebt.“
Reinhard Lämmel
236 Seiten, illustriert und geb., Husum-Verlag, 2007
ISBN: 978-3-89876-274-8
15,95 € inkl. Mehrwertsteuer
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Der Verlag zum Inhalt:
„In diesem mit Schwung und Passion geschriebenen Werk schöpft der Koch Reinhard Lämmel aus seinem reichen Fundus an Wissen und Erfahrung. Er beschreibt ausführlich und humorvoll nicht nur ausgesuchte Rezepte, sondern präsentiert vor allem einen geschichtlichen und gesellschaftlichen Abriss der sächsischen Küche vom Mittelalter über den Barock bis heute … Es geht sowohl um Tafelzier, Küchenordnung und Tischregeln, wie um sächsischen Wein, klösterliche, höfische, bürgerliche und herrschaftliche Küche, um die Temperatur der Speisen, Weesensteiner Gebabbel, Bratäpfel, Müffchen und andere typisch sächsische Leckereien.“
128 Seiten, Hardcover, Regonalia-Verlag
ISBN 978-3-95540-209-9
6,95 € inkl. Mehrwertsteuer
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Der Verlag zum Inhalt:
"Vom Leipziger Allerlei bis zum Dresdner Stollen. Ob in den Regionen des schönen Sachsens, dem Vogtland, dem Erzgebirge sowie an der Oberlausitz, oder in den städtischen Zentren, allen voran Dresden und Leipzig – die hiesige Küche ist sehr variantenreich, von deftig bis extravagant. Denn die Menschen ließen sich vor allem im 18. und 19. Jahrhundert gerne von außen beeinflussen, empfanden Sie sich mit der enormen kulturellen Bedeutung der Region doch als wichtiger Teil des "alten Europa". Entdecken Sie in diesem feinen Buch neben vielen traditionellen ländlichen Gerichten auch die Spezialitäten der altehrwürdigen Städte. Mehr als 60 Rezepte, mit liebevollen Begleitinformationen zur Region."
Leseprobe:
Eine Leseprobe zum vorgestellten Buch finden Sie unter folgendem Link.
Im Sommer 2018 war ein Team von arte in der Manufakur Raupach zu Besuch und hat eine Folge der Sendung "Zu Tisch" gedreht. Bizarre Felsen, malerische Flüsse und zahlreiche Seen. Sachsen, im Südosten Deutschlands gelegen, bietet eine Fülle an Kultur- und Naturlandschaften. So unterschiedlich die Regionen, so vielfältig ist auch die Küche Sachsens. © arte / Kratzkamera, 2018
Zum Videobeitrag: www.kratzkamera.de/portfolio/arte-zu-tisch-in-sachsen/
Aus welchem Fleisch gelingt die Roulade? Wie dick sollte man die Scheibe Fleisch schneiden und welche Füllung schmeckt? Dies alles und noch mehr, z.B. warum manches Kraut Blau- und manches Rotkraut genannt wird, erfahrt Ihre vom Inhaber der Dresdner Aussicht Matthias Menz.
Wussten Sie, dass man früherer den Sauerbraten aus Pferdefleisch hergestellt hat? Matthias Menz, Chefkoch & Inhaber vom Restaurant Dresdner Aussicht, weiß noch mehr zu berichten und zeigt die Zubereitung des echten Sächsischen Sauerbraten vom Herstellen des Sudes bis zum Schmoren.
Auf die Frage was das Besondere an Sächsischen Quarkkeulchen nun eigentlich ist, antwortete Souschef Thomas Neumann, von der Lindenschänke aus Dresden: ".. es ist die zerlassene Butter". Die Sachsens mögen es halt gern gehaltvoll.
Jollanta Lehmann, Dresdner Gästeführerin, Hobbyköchin und Bäckerin aus Leidenschaft, hat Ihr Rezept aufgeschrieben und zeigt die Zubereitung.
"Wenn das sächsische Erzgebirge nahe der tschechischen Grenze schon wochenlang unter einer dicken Schneedecke liegt, dann holen die Menschen in dieser abgelegenen Bergregion nicht nur die Räuchermännchen aus dem Keller oder vom Speicher, bei allen Familien wird auch so gekocht und gebacken, dass Ofen und Herd kaum einmal kalt werden. Der verführerische Duft von Vanille, Zimt, Muskatblüte, Mandeln und Lebkuchengewürz liegt in der Luft und stimmt über die Adventwochen hinweg Groß und Klein auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein, das für viele Menschen im Erzgebirge noch ein wirkliches Familienfest ist - nicht nur eine Gelegenheit, Geschenke auszutauschen." © Eine Produktion von fernsehbüro in Zusammenarbeit mit ARTE & ZDF Enterprises im Auftrag des ZDF, 2016
Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 02. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 08. August 2022
Sachsen blickt auf eine über 850 Jahre alte Weinbautradition zurück. Dabei steht es als eines der kleinsten Weinanbaugebiete Europas (511 Hektar) vor allem für die Qualität und nicht so sehr für die Menge seines produzierten Weines. Gute Böden, passendes Klima und jahrhundertealtes Wissen bieten beste Voraussetzungen für besondere Weine. Auf den Steillagen mit ihren malerischen Terrassenweinbergen entlang der Elbe gedeihen die Reben in einem Kontinentalklima mit warmen Tagestemperaturen, über 1.600 Sonnenstunden und kühlen Nächten. Die großen Temperaturschwankungen lassen die Trauben auf einzigartige Weise reifen.
„Sächsischer Wein steht für den Schweiß des Winzers, den Kraft der Sonne und den Glanz der sächsischen Elbe.“
Katja Riedel, Sächsische Weinkönigin 2012/2013
Zwischen Meißen und Elstertal fühlen sich laut der Dresden Marketing GmbH Dutzende Rebsorten zuhause: Sächsischer Müller-Thurgau, Riesling und Weißburgunder, Dornfelder und Traminer oder auch der seltene Goldriesling, der heute nur noch in Sachsen in nennenswerter Menge angebaut wird. All dies finden Sie auf der 55 km lange Weinstraße von Pirna über Dresden, Radebeul und Meißen bis in die idyllischen Elbweindörfer um Diesbar-Seußlitz.
Es ist kaum zu glauben, aber hier in Sachsen in einer geografischen Lage von mehr als 51 Grad Nord gedeihen Reben, aus denen vorzüglicher Wein gekeltert wird. Grund dafür ist das spezielle, milde Mikroklima entlang der Elbe. So verwundert es nicht, dass der Weinbau in Sachsen auf eine 850-jährige Geschichte zurückblicken kann.
Knackige Trauben, volle Reben, die Pracht der Natur und der Elbhänge im Wechsel der Jahreszeiten – Sachsens neuer Imagefilm zeigt die Schönheit der Sächsischen Weinstraße.
Winzer, Wein und Schlösser. Lukas Stege erkundet für die Deutsche Welle die Weinberge rund um Dresden. Auf seinem Programm: eine Weinbergswanderung, eine Sektverkostung und der Besuch von Sachsens ältestem Weingut.
Kommen Sie mit Sachsen-Tourismus auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch Sachsens einziges Weinanbaugebiet. Auf 55 km führt die Sächsische Weinstraße durch eines der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands von Pirna über Dresden, Radebeul, Weinböhla, Coswig, Meißen und Diera-Zehren bis nach Diesbar-Seußlitz.
Seit 1161 wird in Sachsen erwiesenermaßen Wein angebaut. Der Sage nach soll Bischof Benno den Wein nach Sachsen gebracht haben. Allerdings wird in der urkundlichen Ersterwähnung nicht Bischof Benno, sondern Otto der Reiche benannt. Wie es auch gewesen sein mag, dreißig Jahre nach der urkundlichen Ersterwähnung erwarb das Kloster Altzella das Dorf Zadel bei Meißen. Danach mehren sich die Nachrichten über die weitere Ausdehnung des Weinbaus in Sachsen. Elbauf und elbab breitete er sich weiter aus.
Das Deutsche Weininstitut geht auf Entdeckungstour und stellt mit Hilfe renommierter Experten die sächsische Weinregion vor. Sie sprechen wir über Boden, Klima, Rebsorten und regionale Besonderheiten.
SO GEHT SÄCHSISCH!
Unterwegs auf der Sächsischen Weinstraße
Informationen des Freistaats Sachsen zur Vielfalt in Kunst & Kultur, in der Wirtschaft und dem Leben in Sachsen.
Weinbauverband Sachsen e.V.
Eine Rarität - Weine aus Sachsen®
Informationen zu Wein und Weinanbaugebieten imFreistaat
Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 02. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 08. August 2022