Bad

Barrierefreies Badezimmer & WC

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Je nach Art und Umfang der körperlichen Beeinträchtigung stellen die tägliche Hygiene und die eigenständige Nutzung der Sanitäreinrichtungen Betroffene jeden Tag vor teils beträchtliche Herausforderungen. Neue Lösungen im Bereich der Sanitärtechnik helfen den Betroffenen dabei, ihr Leben unabhängiger und selbstbestimmter zu führen und sich ein Höchstmaß an Privatsphäre zu bewahren bzw. wieder neu zu schaffen.

Höhenverstellbares WC

In der DIN 18040-2 ist die Höhe eines barrierefreien WCs (inkl. Sitz) mit 46-48 cm definiert worden. Diese Festlegung orientiert sich an der durchschnittlichen Sitzhöhe eines Rollstuhles. In der Realität haben aber z. B. Rollstühle - je nach Einstellung - eine unterschiedliche Sitzhöhe. Dies kann beim Wechsel vom Rollstuhl auf das WC Probleme bereiten. Darüber hinaus kann auch die jeweilige Körpergröße und damit verbunden der vorhandene oder eben teilweise nicht vorhandene Bodenkontakt für contergangeschädigte Menschen zu Problemen bei der WC-Nutzung führen. Hier bieten moderne Sanitäreinrichtungen Unterstützung an.

Auf dem Markt gibt es heute so z. B. mehrere Varianten von höhenverstellbaren WCs. Dabei reicht die angebotene Überwindung von Höhenunterschieden – je nach Modell – von wenigen Zentimetern (7-8 cm) bis zu 50 Zentimetern. Dadurch können sowohl verschiedene Arten der körperlichen Einschränkung als auch unterschiedliche Körpergrößen der einzelnen Nutzer berücksichtigt werden.

Dies ist darüber hinaus dann ein Vorteil, wenn behinderte und nichtbehinderte Menschen in einem Haushalt wohnen und sich auch ein Bad teilen. Beide können so eigenständig und ohne Hilfe das WC mit der für sie genau passenden Höhe benutzen. Dabei ist für die jeweilige Höhenverstellung nach Auskunft der Hersteller kein besonderer Kraftaufwand nötig. Sie erfolgt mit nur einem Handgriff und ist dadurch insbesondere auch für mehrfach körperlich eingeschränkte Menschen benutzbar.

Grundsätzlich ist der Einbau eines höhenverstellbaren WCs in jedem Bad - direkt auf der Wand - möglich. Die für die Verstellung der WC-Höhe notwendige Hebekonstruktion wird direkt hinter dem WC angebracht und führt nur zu einer geringen Erhöhung des Platzbedarfs für das WC im Bad. Es gibt aber auch Unterputzmodelle. Die konkrete Umsetzung und die Wahl der WC-Kombination sollte vor Ort jedoch vorab mit einem Fachmann besprochen werden.

Produktbeispiele für höhenverstellbare WCs bzw. Liftlösungen*

BIS Vario ® WC (10 cm – 30 cm höhenverstellbar)
Walraven GmbH
Zum Angebot

SELECT Toilet-Lifter (40 cm höhenverstellbar)
Pressalit Care
Zum Angebot

Lift-WC-Gestell (45 cm höhenverstellbar)
Angewandte System Technik®-Gruppe, Wolnzach
Zum Angebot

Santis FORALL Lift-Toilette (35 cm höhenverstellbar)
Santis Kft./Vertrieb: Attris Sanitärtechnik, Augsburg
Zum Angebot

WC-Lifter, Lift-Toiletten und höhenverstellbare WC-Systeme
für Mehrgenerationenbäder
Online-Wohnberatung von Barrierefrei Leben e.V.
Zum Angebot

Dusch-WC

Das Dusch-WC bietet für viele Menschen mit großen körperlichen Beeinträchtigungen die Möglichkeit, den Gang zum WC eigenverantwortlich, selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe anzutreten. Dabei wurde das erste Modell eines WC mit integrierter Dusche im Jahre 1957 vom Schweizer Konstrukteur Hans Maurer entwickelt, der mit seiner Erfindung einen aktiven Beitrag für die Hygiene und das Wohlbefinden aller Menschen leisten wollte.

Heutige Dusch-WCs vereinfachen den Alltag und werden als Aufsatz oder Komplettlösung angeboten, die ohne Einsatz von Händen oder Papier auskommen. Dabei kann die Bedienung - je nach Modell - über Rückenschalter, den Fuß, den Ellbogen oder eine Fernbedienung erfolgen. Bei der Bedienung über einen Ellbogenschalter erfolgt die Nutzung des WCs zum Beispiel zuerst wie gewohnt. Mithilfe des Ellbogens werden dann über eine seitliche Taste die WC-Spülung sowie die WC-Dusche aktiviert. Nachdem dieser Schalter nicht mehr betätigt wird, setzt ein warmer Luftstrom ein, welcher dann die sanfte Trocknung der Haut erledigt.1

Die jeweils individuell beste Lösung sollten Interessenten direkt in ihrem Bad mit einem Sanitärfachmann und – bei einer Mietwohnung – am besten auch dem Vermieter besprechen. So kann eine optimale Anpassung der geplanten Sanitärlösung an die individuellen Bedürfnisse des contergangeschädigten Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Wohnumfeldes sichergestellt werden.

Dusch-WCs sind heute genormte Modell, die von jedem Sanitärfachmann z. B. als Aufputz-Modell im Bad installiert werden können und dabei die bisherige WC-Lösung einfach ersetzen.

Beispiele für Dusch-WCs*

Spannring aquamano ®
(Aufsatz oder Komplettsystem)
Spannring Dusch-WC Systeme
Zum Angebot

WC Dusche VAMAT
Span-Reha
Zum Angebot

AquaClean Dusch-WC
Geberit Vertriebs GmbH
Zum Angebot

sensowash Dusch-WC
Duravit AG
Zum Angebot

ViClean Dusch-WC
Villeroy & Boch
Zum Angebot

WC-Duschaufsätze im GKV-Hilfsmittelverzeichnis

Im Hilfsmittelverzeichnis des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen sind alle von der Leistungspflicht der Kranken- und Pflegekassen umfassten Hilfsmittel aufgeführt. Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung ist dabei nur möglich, wenn die jeweiligen Produkte im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind.

GKV-Spitzenverband
Link zum Webportal des Hilfsmittelverzeichnisses

REHADAT
Link zur Aufbereitung des Hilfsmittelverzeichnisses durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Unter der Gruppennummer 33 (Toilettenhilfen) führt das Hilfsmittelverzeichnis für den häuslichen Gebrauch (Anwendungsort 40) auch WC-Aufsätze mit Wascheinrichtung (Untergruppe 05) auf.

Beispiele zu Duschaufsätzen (nicht vollständig)

Produkt-Nummer im Hilfsmittel-Verzeichnis Produktbezeichnung Anbieter
33.40.05.0001 WC-VAmat SPAHN REHA GmbH
33.40.05.0002 Montafon Dusch-WC, WC-Aufsatz mit Wasch- und Trocknungseinrichtung MC 600 Alfred Spannring
33.40.05.0004 MWC-Aufsatz mit Wasch-, Abluft- und Trocknungseinrichtung, Art.-Nr. IB 7500R Alfred Spannring
33.40.05.0005 Hyundai HDBR-600 elektronisches Bidet mit Einlauffunktion Art.-Nr. 4260139911011 Hyundai Wacor GmbH
33.40.05.0006 Dusch-WC Aufsatz Bidet Jasmin, Art.-Nr. AB-311 Aspen International Europe BV
33.40.05.0007 Hyundai HDBR-550 Elektronisches Bidet/Dusch-WC, Art.-Nr. 4260139912018 Hyundai Wacor GmbH
33.40.05.0010 Elektronisches Dusch-WC MEWATEC E300, Art.-Nr. EAN 4260139912520 MEWATEC
33.40.05.0011 aquamano Dusch WC-Aufsatz, Art.-Nrn. 9000, 9500 Spannring Dusch-WC-Systeme
33.40.05.0012 Automatisches Dusch WC, IB 3000 DUKO Handels GmbH
33.40.05.0013 Dusch-WC Aufsatz Aquatec Pure Bidet, Art.-Nr. 1558215 Aquatec Operations GmbH

Woran sollte man beim WC noch denken?

Bei der Gestaltung eines barrierefreien Bades sollten in Bezug auf das WC noch folgende Punkte beachtet werden:

  • Ein barrierefreies WC benötigt eine Bewegungsfläche von 1,20 m x 1,20 m. Soll es auch für die Benutzung durch einen Rollstuhlfahrer geeignet sein, so ist eine Größe von 1,50 x 1,50 m einzuplanen. Das WC sollte dabei im Bad so installiert sein, dass für Rollstuhlfahrer eine Anfahrt parallel zum WC stattfinden kann.
  • In Bezug auf die Bewegungsflächen gilt es bei der Installation des WCs zu beachten:
    • seitlicher Abstand zur Wand oder anderen Objekten im Raum beträgt für ein barrierefreies WC mindestens 20 cm
    • bei Nutzung des WCs durch Rollstuhlfahrer müssen auf einer Seite mindestens 90 cm und auf der anderen Seite 30 cm Platz frei gehalten werden
  • Griffsysteme (Haltegriff, Stützgriff, Stützklappgriff oder Boden-Deckenstange) können die WC-Nutzung erleichtern, bieten Betroffenen zusätzlichen Halt und vermitteln Sicherheit.
  • In Bädern und Sanitärräumen, die uneingeschränkt auch mit dem Rollstuhl nutzbar sein sollen, ist beim WC auch eine Rückenstütze vorzusehen. Diese separate Rückenstütze soll 55 cm hinter der Vorderkante des WC-Beckens montiert werden. Der WC-Deckel ist als alleinige Rückenstütze dagegen ungeeignet.3

Ergänzende Informationen finden Sie auch im Ratgeber "Bad und WC" des Vereins Barrierefrei Leben! e.V. aus Hamburg.

* Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Produktbeispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen beispielhaft, welche Lösungen angeboten werden. Gerne nehmen wir weitere Lösungen in die Übersicht auf. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu unter produkte@telmacare.de

Weiterführende Informationen

Quellenhinweise
  1. Internetauftritt der Closomat GmbH: Rundum sauber. Online unter http://www.closomat.de/faq/faqs-technische-aspekte/wie-funktioniert-ein-dusch-wc/. Zuletzt eingesehen am 7. September 2015.
  2. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Bundesverbandes. Online unter https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/home Zuletzt eingesehen am 24. August 2022.
  3. Internetauftritt Nullbarriere.de mit umfassenden Informationen zu Gesetzen, Verordnungen, DIN-Normen, insbesondere DIN 18040 Teile 1-3 zum Barrierefreien Bauen.
  4. DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin: DIN 18040-2 Barrierefreies bauen. Planungsgrundlagen Teil 2: Wohnungen. September 2011, S. 26. Komplettabdruck in: Freiräume. Magazin für barrierefreies Bauen 2013/2014. Laible Verlagsprojekte Allensbach. September 2013.
  5. Eigene Recherchen und Informationen der Produktanbieter.
Aktualisierungsinformationen

Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 24. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 24. August 2022

Wohnungsgestaltung: Badezimmer - Dusche

© Privat / TH

Neben dem WC spielt für die meisten Menschen die Dusche eine besonders große Rolle in ihrem Bad. Eine Dusche ist in vielen Wohnung anstatt oder manchmal auch zusätzlich zu einer Badewanne vorhanden. Sie ist aus Sicht der Barrierefreiheit einfacher anzupassen bzw. zu renovieren und ist auch für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen alleine gut nutzbar.

Bodengleiche Duschen

Während in den aktuellen Planungsgrundlagen zur DIN 18040-2 für barrierefreie Sanitärräume noch eine maximale Absenkung des Duschbodens um 2 cm aufgeführt wird, ist eine wirkliche Barrierefreiheit nur gegeben, wenn der Duschbereich eine Bodengleichheit mit dem Rest des Bades bzw. Sanitärbereiches aufweist. Aktuelle verfügbare Rinnensysteme ermöglichen es dabei, auf die Absenkung zu verzichten. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, einen größeren Fußbodeneinlauf einzubauen. Die Abführung des Duschwassers erfolgt bei bodengleichen Duschen entweder über ein neues Ablaufsystem an der Decke unterhalb der Dusche (Einbau einer zusätzlich abgehängten Decke im darunter liegenden Geschoss notwendig) bzw. über spezielle Membran-Duschwasserpumpen, die das Duschwasser in einen bereits vorhandenen, aber höher gelegenen Ablauf befördern.

Im Sitzen duschen

Ein weiteres Ausstattungselement einer barrierefreien Dusche kann ein Duschsitz sein. Er vereinfacht das Duschen für Menschen mit einer Gehbehinderung und bietet zusätzlichen Komfort beim Duschen. Dabei kann der Duschsitz entweder als

  • ein Klappsitz
  • ein Hocker oder Stuhl
  • ein Einhängesitz oder
  • als gefliester Sitzplatz in der Dusche

auftreten. Ein Duschsitz sollte im optimalen Fall hochklappbare Armlehnen sowie eine Rückenlehne haben. Duschhocker haben spezielle Armstützen aber keine Rückenlehne und sind deshalb weniger komfortabel. Alternativ wird deshalb manchmal auch ein Duschstuhl mit Rückenlehne und Armstützen gewählt.

Einstiegshilfen für die Duschwanne oder Dusche

Abhängig von der vorliegenden körperlichen Beeinträchtigung bzw. wegen einer späteren Verschlechterung der gesundheitlichen Situation kann Betroffenen das Ein- und Aussteigen aus einer normalen Badewanne oder einer Dusche mit üblicher Duschwanne bzw. -tasse immer schwerer fallen. Um dennoch nicht auf das selbstständige Duschen oder ein heißes Bad zu verzichten, gibt es spezielle Einstiegshilfen, die hier Unterstützung bieten. Neben einfachen Trittbrettstufen oder Schemeln mit rutschfesten Sohlen, die vor die Dusche oder Badewanne gestellt und/oder gelegt werden, um die Einstiegshöhe zu minimieren, sind dies insbesondere Duschrollsitze, Duschsitze mit Wandschiene und Drehsitze.

Duschrollsitze

Mit einem Duschrollsitz kann eine klassische Dusche mit Duschwanne bzw. Duschtasse genutzt werden, ohne über den Rand steigen zu müssen. Er bietet sich an, wenn z. B. bei einem Umzug eine größere Umbaumaßnahme des neuen Bades vermieden, die vorhandene Dusche aber trotz Beeinträchtigung genutzt werden soll. Das Prinzip ist einfach erklärt. Der Betroffene setzt sich außerhalb der Dusche auf den Sitz und rollt sich dann nach hinten über den Duschwannenrand in die Dusche. Voraussetzung für einen solchen Duschrollsitz ist die Möglichkeit einer stabilen Befestigung an der Wand sowie eine Bewegungsfläche von ca. 1 m vor dem Duschbereich.

Duschsitze mit Wandschiene

Im Gegensatz zum Duschrollsitz, der fest in bzw. über der Duschtasse installiert ist, wird beim Duschsitz mit Wandschiene sowohl der Betroffene als auch der Sitz von außen in die Duschtasse geschoben. Er bietet gegenüber dem Duschrollsitz einen größeren Freiraum in der Dusche und gegenüber dem Drehsitz eine höhere Flexibilität in Bezug auf die letztendliche Positionierung unter der Dusche. Zur Installation und Nutzung eines solchen Duschsitzes mit Wandschiene sind eine stabile Wandbefestigung und ein entsprechender Freiraum neben der Dusche notwendig, um den Duschsitz besteigen zu können.

Drehsitze

Weitere Lösungen zur Überwindung des Duschwannenrandes ohne Umbau kann der Einsatz eines schwenkbaren Drehsitzes sein. Hierbei wird ein - an einer zwischen Fußboden und Decken fest installierten Stange – befestigter Drehsitz mit Haltestangen von außen in die Dusche geschwenkt. Der Sitz ist dabei in der Höhe verstellbar. Die Flexibilität in der Positionierung des Sitzes über bzw. in der Duschwanne ist begrenzt. Neben der Dusche wird außerdem ausreichend Platz für die Aufstellung der Haltestange und das Besteigen des Drehsitzes benötigt.

Je nach individueller Schädigung kann für die Nutzung der vorgestellten Hilfsmittel zur Überwindung der erhöhten Umrandung einer Duschwanne bzw. Duschtasse die Unterstützung durch eine weitere Person notwendig sein.

Produktbeispiele

Duschhilfen im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen - Häuslicher Bereich - Duschhilfen – Duschsitze an der Wand montiert
Zum Hilfsmittelverzeichnis

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen - Häuslicher Bereich - Duschhilfen – Duschhocker
Zum Hilfsmittelverzeichnis

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen - Häuslicher Bereich - Duschhilfen – Duschstühle
Zum Hilfsmittelverzeichnis

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen - Häuslicher Bereich – Sicherheitsgriffe und Aufrichtehilfen
Zum Hilfsmittelverzeichnis

Produktbeispiele für Dusch-Sitze*

Value IV und PLUS Duschsitze
Pressalit GmbH
Zum Angebot

Duschsitz / Duschklappsitz mit ausklappbarer Stütze
FRELU® GmbH
Zum Angebot

Kollektion Safeline - Duschsitze
Giese Manufaktur
Zum Angebot

KEUCO Plan Care Duschsitz
KEUCO GmbH & Co. KG
Zum Angebot

Woran sollte man bei der Dusche noch denken?

Für ein sicheres und komfortables Duscherlebnis sollten darüber hinaus unter Einbeziehung der Regelungen der DIN 18040-2 für Wohnungen die folgenden Punkte beachtet werden:

  • Ein barrierefreier Duschplatz benötigt eine Bewegungsfläche von 1,20 m x 1,20 m. Soll er auch für die Benutzung durch einen Rollstuhlfahrer geeignet sein, so ist eine Größe von 1,50 x 1,50 m einzuplanen.
  • Die Duschabtrennung ist – falls vorhanden – nach außen zu öffnen. Klarsicht-Duschwände und Türen müssen eine Sicherheitsmarkierung erhalten.
  • Rutschhemmende Bodenbeläge und die Installation spezieller Haltegriffe oder einer stabilen und gut erkennbaren, umlaufenden Haltestange (festhalten, abstützen) sorgen für zusätzliche Sicherheit. Der optimale Profilquerschnitt von Handläufen, Stütz- und Haltegriffen ist oval statt rund und liegt zwischen 3 und 4,5 cm.
  • Einbau von Einhebel-Duscharmaturen mit höhenverstellbarer Handbrause (Komfort und praktische Nutzbarkeit) und eingebautem Thermostat (Schutz vor Verbrühung). Alternativ können bei Bedarf auch berührungs- bzw. sensorgesteuerte Armaturen eingebaut werden.
  • Anpassung der Ablagemöglichkeiten an die spezifischen Bedürfnisse der Nutzer (individuelle Höhe, ausreichende Dimensionierung) für einfache Erreichbarkeit und hohen Nutzungskomfort.

Alle Ausstattungselemente sollten sich darüber hinaus visuell kontrastreich von ihrer Umgebung abheben (z. B. Armaturen, Lichtschalter etc.). Dies erleichtert insbesondere für Menschen mit einer Sehbehinderung die notwendige Orientierung im Bad. Menschen mit einer Sehbehinderung erkennen helle Farben vor einem dunklen Hintergrund am besten. Dabei sollten die geschaffenen Hell-Dunkel-Kontraste mindestens 30 Prozent betragen.2

* Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Produktbeispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen beispielhaft, welche Lösungen angeboten werden. Gerne nehmen wir weitere Lösungen in die Übersicht auf. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu unter produkte@telmacare.de

Weiterführende Informationen

Quellenhinweise
  1. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Bundesverbandes. Online unter https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/home Zuletzt eingesehen am 24. August 2022.
  2. Internetauftritt Nullbarriere mit umfassenden Informationen zu Gesetzen, Verordnungen, DIN-Normen, insbesondere DIN 18040 Teile 1-3 zum Barrierefreien Bauen. Online unter Nullbarriere.de Zuletzt eingesehen am 25. August 2022.
  3. DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin: DIN 18040-2 Barrierefreies bauen. Planungsgrundlagen Teil 2: Wohnungen. September 2011, S. 26. Komplettabdruck in: Freiräume. Magazin für barrierefreies Bauen 2013/2014. Laible Verlagsprojekte Allensbach. September 2013.
  4. Eigene Recherchen und Informationen der Produktanbieter.
Aktualisierungsinformationen

Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 24. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 24. August 2022

Badezimmer: Badewanne

© Privat / TH

Eine Badewanne ist aus unseren Bädern kaum wegzudenken. Sie unterstützt die tägliche Körperhygiene und kann für therapeutische Zwecke genutzt werden. Für viele Menschen ist sie jedoch vor allem ein Synonym für Badevergnügen und Entspannung. Dabei kann der Einstieg in eine Badewanne für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen - abhängig von deren Stärke -  sehr beschwerlich und ohne zusätzliche Hilfsmittel teilweise nicht möglich sein. Diese Hilfsmittel gibt es in verschiedenen Arten und Ausstattungsvarianten. Sie reichen von einfachen Griffen zum sicheren Ein- und Ausstieg bis hin zur kompletten Badewannen-Dusch-Kombination mit eingearbeiteter Tür in der Badewannen-Wand.

Einstiegshilfen

Bei den Einstiegshilfen unterscheidet man zwischen fest montierten Einstiegshilfen und mobilen Einstiegshilfen. Während die mobilen Einstiegshilfen, die nicht in die bauliche Substanz der Wohnung eingreifen, in einer Mietwohnung auch ohne Zustimmung des Vermieters angebracht werden können, sollte vor der Installation fest montierter Einstiegshilfen am besten die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden (z.B. Problem der Befestigung an gefliesten Wänden).

Zu den mobilen Einstiegshilfen zählen neben Trittstufen oder kleinen Hockern mit rutschfestem Tritt und Standfüßen insbesondere mobile Griffe mit Saugnäpfen und Sicherheitsanzeige, am Rand der Badewanne zu befestigende Bügelgriffe (mit/ohne Bodenhalterung) oder auch zwischen Fußboden und Decke zu installierende Haltestangen.

Bei den fest installierten Einstiegshilfen gibt es ebenfalls Griffe und Haltestangen, größere Trittstufen in Kombination mit fest montierten Handläufen oder aber fest installierte Haltestangen mit Trittstufen und höhenverstellbaren sowie schwenkbaren Drehsitzen zur leichteren Überwindung der Badewannenwand.

Produktbeispiele für Einstiegshilfen*

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Badewannen-Einstiegshilfe BadeButler
BadeWolke Badesysteme UG
Zum Angebot

Einsteigehilfe „Deluxe Plus“
Russka – Ludwig Bertram GmbH
Zum Angebot

Mobeli Haltegriffe
Roth GmbH
Zum Angebot

Saughaltegriff Solido
Drive Medical GmbH & Co. KG
Zum Angebot

Badewannen-Einstiegshilfe
Witt-Weiden
Zum Angebot

Badewannenlifter

Badewannenlifter können Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen beim sicheren Einstieg in die bzw. den Ausstieg aus einer Badewanne unterstützen. Sie können den Badenden am Wannenrand aufnehmen und wie in einem Fahrstuhl in das Wasser und wieder zurück bewegen. Grundsätzlich gibt es dabei Sitzlifte, Schwenklifte oder auch Luftkissen-Lifte.

Die meisten Sitzlift-Modelle zeichnen sich durch eine stabile Sitzfläche, eine Rückenlehne mit integrierter Nackenstütze und unterstützende Hand- bzw. Haltegriffe aus. Der Lifter wird bei Sitzliften mit Saugnäpfen am Badewannenboden befestigt. Der Hebeprozess selbst erfolgt dabei – je nach Modell – durch den Wasserdruck, eine mechanische oder auch eine elektrisch betrieben Hubvorrichtung. Badewannenlifte können dabei mobil oder fest fixierbar sein.

Badewannenlifter im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen – Häuslicher Bereich – Badewannenlifter
Zum Hilfsmittelverzeichnis

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen – Häuslicher Bereich – Badewannensitze

Zum Hilfsmittelverzeichnis

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen – Häuslicher Bereich – Sicherheitsgriffe und Aufrichtehilfen
Zum Hilfsmittelverzeichnis

Produktbeispiele für Badewannenlifter*

Aquatec® Orca
Invacare Corporation
Zum Angebot

Badewannenlifte Bellavita
Drive Medical GmbH & Co. KG
Zum Angebot

Badewannenlifter Kanjo
Dietz GmbH - Reha-Produkte
Zum Angebot

Relex® - Badewannenlift
Elektro-Mechanische-Bauelemente GmbH
Zum Angebot

Badewannenschwenklift UNO
Feinwerk Technik GmbH / Truss Innova Tranig
Zum Angebot

Badewannen-Liftsysteme
iDuMo – Individuelle Dusch und Mobilitätssysteme
Zum Angebot

Badewanne mit Tür

Eine Badewanne mit eingebauter Tür reduziert die Probleme beim Einstieg in die Badewanne, auch wenn ein komplett ebenerdiger Zugang bei dieser Technik bisher noch nicht ganz möglich ist. Je nach Modell ist die Höhe, die beim Einstieg in die Badewanne überwunden werden muss, vergleichbar mit der Herausforderung beim Einstieg in eine klassische Duschtasse.

Beim geplanten Umbau eines Bades kann direkt eine entsprechende Badewanne mit eingebauter Tür genutzt werden. Es ist jedoch ebenfalls möglich, in eine bereits vorhandene normale Badewanne nachträglich eine Tür einzubauen, was den Aufwand für den Badewannenumbau reduziert.

Bitte beachten Sie, dass bei Badewannen mit eingebauter Tür der Badende nach dem Einstieg durch die Tür in der Badewanne ausharren muss, bis das Wasser komplett eingelaufen ist. Ebenso müssen Badende auch in der Badewanne warten, bis das Wasser komplett ausgelaufen ist, bevor sie die Tür wieder öffnen können. Dies kann, insbesondere nach dem Baden, von einigen Menschen als unangenehm empfunden werden. Auch die immer noch vorhandene Tritthöhe beim Einstieg in die Badewanne sollten Sie im Vorfeld beachten.

Produktbeispiele für Badewannen mit Türen*

Badewanne mit Tür von iDuMo
iDuMo – Individuelle Dusch und Mobilitätssysteme
Zum Angebot

UDOOR Badewannentür
Alexander Hartisch / nanoBAD
Zum Angebot

Liegebadewannen, Modell Orlando / Memphis
Bernhard Ruckert
Zum Angebot

MagicBad – Die Tür in der Wanne
Marvan & Marvan Produktentwicklungs- und Vertriebs GmbH
Zum Angebot

Duschbadewanne

Eine Duschbadewanne kombiniert die Vorteile von Duschen und Badewannen auf geringem Raum. Damit eignet sie sich besonders für kleinere Bäder, in denen man sich sonst für eine der beiden Varianten entscheiden müsste. Duschbadewannen sind auf einer Seite deutlich breiter (Duschzone). Einige von Ihnen haben zusätzlich eine Tür in der Badewannenwand, um die Nutzung im Rahmen einer barrierefreien Gestaltung des Bades und ein einfaches Ein- und Aussteigen zu ermöglichen.

Der von den Herstellern oft postulierte nahezu ebenerdige Zugang lässt sich beim Betrachten der verschiedenen Modelle nur bedingt nachvollziehen. Eine gewisse Höhe muss auch hier überwunden werden. Sie ist jedoch nicht mit den Herausforderungen beim Überwinden des normalen Badewannenrandes vergleichbar und mit Hilfe zusätzlicher Trittstufen noch einfacher zu gestalten.

Produktbeispiele für Duschbadewannen*

© Privat / TH

Easy In
RepaBad GmbH
Zum Angebot

Kinedo Dusch-Badewanne mit Tür
SFA Deutschland GmbH
Zum Angebot

Bette Duschbadewanne
BETTE Gmbh & Co. KG
Zum Angebot

Twinline 1 Duschbadewanne
Artweger GmbH. & Co. KG
Zum Angebot

Duscholux Duschbadewände
Duscholux Sanitärprodukte GmbH
Zum Angebot

Sitzbadewanne

Sitzbadewannen können auch in kleinen Bädern installiert werden. Vom Platzbedarf vergleichbar mit einer Dusche, zeichnen sich Sitzbadewannen für das barrierefreie Bad durch eine Tür und einen eingearbeiteten, rutschfesten Sitz aus. Manche Sitzbadewannen verfügen zudem auch über einen Rückenlehne. Durch die speziell eingearbeitete Tür ist ein fast ebenerdiger Zugang zur Badewanne möglich, was die Nutzung für Menschen mit einem beeinträchtigten Gehvermögen erleichtert.

Auch bei einer Sitzbadewanne ist - wie auch bei den anderen Badewannenmodellen -  die Nutzung einer Einhand-Badewannenarmatur mit Handbrause (Komfort und praktische Nutzbarkeit) und eingebautem Thermostat (Schutz vor Verbrühung) zu überlegen.

Produktbeispiele für Sitzbadewannen*

Gen-X und Gen-Y Wanne mit Tür (Paolo Parea)
Termocenter OHG
Zum Angebot Gen-X und zum Angebot Gen-Y

Modell: Sitzbadewanne mit Fronteinstieg Ibiza
VitaActiva AG
Zum Angebot

Sitzbadewannen, z.B. Modell Miami / New York
Bernhard Ruckert
Zum Angebot

Woran sollte man in Bezug auf die Badewanne noch denken?

  • Aufstellung der Badewanne - Im Normalfall werden Badewannen in Ecken oder Nischen eines Bades aufgestellt. Sollte der Betroffene mit körperlichen Beeinträchtigungen beim Baden jedoch die Unterstützung einer weiteren Person benötigen, so ist eine von drei Seiten zugängliche oder auch eine komplett freie Aufstellung der Badewanne im Bad anzustreben.
  • Bewegungsflächen – Vor der Badewanne ist eine 120 cm tiefe Bewegungsfläche vorzusehen. Diese erhöht sich bei Nutzung mit einem Rollstuhl auf 150 cm.
  • Anti-Rutsch-Schutz - Vor der Badewanne und in der Badewanne können ergänzend Anti-Rutsch Streifen z.B. aus PVC-Material für zusätzliche Sicherheit beim Baden und Duschen angebracht werden. Dies kann auch nachträglich geschehen.

* Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Produktbeispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen beispielhaft, welche Lösungen angeboten werden. Gerne nehmen wir weitere Lösungen in die Übersicht auf. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu unter produkte@telmacare.de

Weiterführende Informationen

Quellenhinweise
  1. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Bundesverbandes. Online unter https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/home Zuletzt eingesehen am 24. August 2022.
  2. Internetauftritt Nullbarriere mit umfassenden Informationen zu Gesetzen, Verordnungen, DIN-Normen, insbesondere DIN 18040 Teile 1-3 zum Barrierefreien Bauen. Online unter Nullbarriere.de Zuletzt eingesehen am 25. August 2022.
  3. DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin: DIN 18040-2 Barrierefreies bauen. Planungsgrundlagen Teil 2: Wohnungen. September 2011, S. 26. Komplettabdruck in: Freiräume. Magazin für barrierefreies Bauen 2013/2014. Laible Verlagsprojekte Allensbach. September 2013.
  4. Eigene Internet-Recherchen und Informationen der jeweiligen Anbieter.
Aktualisierungsinformationen

Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 24. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 24. August 2022

Badezimmer: Waschbecken

© Privat / TH

Ein barrierefreies Waschbecken ermöglicht die Nutzung für die Körperhygiene auch im Sitzen. Dazu sollte der Spiegel so groß (mindestens 100 cm hoch) und so passend darüber angebracht sein, dass sich sein Nutzer sowohl in stehender als auch in sitzender Position in ihm gut sehen kann. Hier bietet sich eine Anbringung direkt über der oberen Kante des Waschbeckens an. Gibt es bei der Anbringung bzw. der Größe des Spiegels Probleme, so ist die Nutzung eines kippbaren Spiegels zu prüfen. Vor dem Waschbecken ist eine Bewegungsfläche von 120 cm x 120 cm bzw. 150 cm x 150 cm bei der Nutzung mit einem Rollstuhl vorzusehen.

Wie bei der Dusche oder der Badewanne ist auch beim Waschbecken die Nutzung einer Einhebel-Mischbatterie oder einer mit Sensoren ausgestatteten berührungslosen Armatur anzustreben. Diese sollte auch die Möglichkeit bieten, die maximale Wassertemperatur zu begrenzen. Um gut erreichbar zu sein, ist die Armatur in einem Abstand von maximal 40 cm vom vorderen Waschbeckenrand anzubringen.

Wenn geplant ist, das Waschbecken auch für die Haarwäsche zu nutzen, wäre die zusätzliche Installation einer kombinierten Waschbecken-Armatur mit Handbrause hilfreich.

Unterfahrbares Waschbecken

Laut DIN 18040-2 für Wohnungen darf die Oberkante des Waschtisches maximal 80 cm über dem Fußboden liegen. Wird das Waschbecken auch mit einem Rollstuhl genutzt, sollte eine Unterputz- oder eine Flach-Aufputz-Siphon-Lösung gewählt werden. Dadurch lassen sich die notwendige Beinfreiheit (B/T: 90 cm x 55 cm) und Kniefreiheit (H/T: 67 cm x 30 cm) sicherstellen.

Optimale barrierefreie Waschbecken zeichnen sich darüber hinaus durch integrierte Aufstehhilfen und Handtuchhalter sowie breite Auflageflächen für die Unterarme aus. Bei der Sanierung bzw. Neuplanung des Bades sollten ergänzend auch zusätzliche Ablageflächen und Steckdosen-Anschlüsse in Griffweite des Waschbeckens vorgesehen werden. Je nach Schädigung kann es ebenfalls angebracht sein, zusätzliche Haltegriffe oder weitere Hilfsmittel anzubringen (z.B. Teleskopspiegel).

Stützgriffe im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes
Badehilfen – Häuslicher Bereich – Sicherheitsgriffe und Aufrichtehilfen - Stützgriffe für Waschbecken und Toiletten
Zum Hilfsmittelverzeichnis

Produktbeispiele für Waschbecken*

Barrierefreie HEWI-Waschtische / Life System
HEWI Heinrich Wilke GmbH
Zum Angebot

Waschtisch Pro Liberty
Laufen Bathroom AG
Zum Angebot

MATRIX Small / MATRIX Angle
Pressalit GmbH
Zum Angebot

Geberith - Barrierefreie Waschtische
Geberit Vertriebs GmbH
Zum Angebot

Unterfahrbare Waschbecken
reuter onlineshop GmbH
Zum Angebot

 

Höhenverstellbarkeit

Abhängig von der Körpergröße und der individuellen Beeinträchtigung ist die als optimale empfundene Höhe des Wachbeckens sehr unterschiedlich. Deshalb kann es - insbesondere wenn mehrere Personen das gleiche Waschbecken nutzen - sinnvoll sein, ein Waschbecken mit manueller oder elektrisch stufenloser Höhenverstellung einzubauen. So kann sich jeder Nutzer die für ihn optimale Position des Waschbeckens einstellen. Die dafür genutzten Lifter-Systeme sind mit normalen, genormten Waschbecken nutzbar. Einige Lifter sind dabei auch mit einer Fernbedienung ausgestattet.

Produktbeispiele für Waschbecken-Lifter *

Pressalit SELECT Waschtisch-Lifter
Pressalit GmbH
Zum Angebot

Elektrisch höhenverstellbares Waschtischmodul - BASICLINE 415
Granberg GmbH
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Lift Waschtisch
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* Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Produktbeispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen beispielhaft, welche Lösungen angeboten werden. Gerne nehmen wir weitere Lösungen in die Übersicht auf. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu unter produkte@telmacare.de

Weiterführende Informationen

Quellenhinweise
  1. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Bundesverbandes. Online unter https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/home Zuletzt eingesehen am 24. August 2022.
  2. Internetauftritt Nullbarriere mit umfassenden Informationen zu Gesetzen, Verordnungen, DIN-Normen, insbesondere DIN 18040 Teile 1-3 zum Barrierefreien Bauen. Online unter Nullbarriere.de Zuletzt eingesehen am 25. August 2022.
  3. DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin: DIN 18040-2 Barrierefreies bauen. Planungsgrundlagen Teil 2: Wohnungen. September 2011, S. 26. Komplettabdruck in: Freiräume. Magazin für barrierefreies Bauen 2013/2014. Laible Verlagsprojekte Allensbach. September 2013.
  4. Eigene Internet-Recherchen und Informationen der jeweiligen Anbieter.
Aktualisierungsinformationen

Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 24. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 24. August 2022

Badezimmer: Sicherheit

© AYDO8 / depositphotos.com

Für eine sichere und bequeme Nutzung des Bades gibt es neben der barrierefreien Gestaltung von WC, Dusche, Badewanne oder Waschbecken auch noch ergänzende Überlegungen zu den notwendigen Bewegungsflächen und einer Anti-Rutsch-Vorsorge anzustellen.

Bewegungsflächen

Bei der Gestaltung eines barrierefreien Bades muss vor jedem Sanitärobjekt (z.B. WC, Waschbecken, Dusche) eine entsprechende Bewegungsfläche eingeplant werden. Diese beträgt normalerweise 120 cm x 120 cm. Soll der Sanitärbereich auch uneingeschränkt für Rollstuhlfahrer nutzbar sein, erhöht sich der frei zu haltende Bereich auf 150 cm x 150 cm. Hierbei dürfen sich die jeweiligen Bewegungsflächen vor den Sanitär-Objekten aber überlagern.1

Anti-Rutsch-Vorsorge

In Nassbereich, wie dem Bad oder dem WC, ist zur Vermeidung von Unfällen durch Ausrutschen besonders auf die Anti-Rutsch-Vorsorge zu achten. Da in den meisten Sanitärräumen Fliesen genutzt werden, sollten diese besonders rutschhemmend sein (z.B. Rutschhemmklasse R10B). Darüber hinaus sind kleinformatige Bodenfliesen (viele Fugen) den großformatigen Bodenfliesen vorzuziehen. Bei der Neugestaltung eines barrierefreien Bades ist darüber hinaus der direkte Einbau einer Badewanne mit Anti-Rutsch-Beschichtung zu überlegen.

In bestehenden Sanitärräumen bieten verschiedene Hersteller Lösungen an, mit denen die Anti-Rutsch-Vorsorge verbessert werden kann. Aufgrund einer potentiell erhöhten Stolpergefahr am Rand sind jedoch ergänzende Anti-Rutschmatten nur die zweitbeste Lösung. Eine Alternative stellen selbstklebende Antirutsch-Beläge für den Bereich vor der Dusche oder Badewanne bzw. in der Badewanne/Dusche dar. Grundsätzlich ist auch eine Behandlung der Fliesen mit chemischen Anti-Rutsch-Oberflächenbeschichtungen möglich. Dadurch entstehen winzige, unsichtbare Poren an der Oberfläche, welche den Schutz vor einem Ausrutschen erhöhen.

Produktbeispiele für die Anti-Rutsch-Vorsorge*

© Privat / TH

GriP AntiRutsch Badezimmer
GriP Safety Coatings AG
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Anti-Rutsch Streifen für Badewanne, Dusche oder Fliesen
1A Tapes GmbH
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Anti-Rutsch-Folie
Fa. IFOHA GmbH & Co.KG
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Rutsch-Schutz Bad
Kay Rang GmbH
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Safety Strip - Antirutsch
Herzbach
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* Bitte beachten Sie: Die oben aufgeführten Produktbeispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie zeigen beispielhaft, welche Lösungen angeboten werden. Gerne nehmen wir weitere Lösungen in die Übersicht auf. Bitte kontaktieren Sie uns hierzu unter produkte@telmacare.de

Weiterführende Informationen

Quellenhinweise
  1. Modifiziert nach DIN Deutsches Institut für Normung e.V., Berlin: DIN 18040-2 Barrierefreies bauen. Planungsgrundlagen Teil 2: Wohnungen. September 2011, S. 26. Komplettabdruck in: Freiräume. Magazin für barrierefreies Bauen 2013/2014. Laible Verlagsprojekte Allensbach. September 2013.
  2. Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Bundesverbandes. Online unter https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/home Zuletzt eingesehen am 24. August 2022.
  3. Internetauftritt Nullbarriere mit umfassenden Informationen zu Gesetzen, Verordnungen, DIN-Normen, insbesondere DIN 18040 Teile 1-3 zum Barrierefreien Bauen. Online unter Nullbarriere.de Zuletzt eingesehen am 25. August 2022.
  4. Eigene Recherchen und Informationen der Produktanbieter.
Aktualisierungsinformationen

Eingestellt von: Redaktion TelMaCare (SW / TH)
Erstellt am: 24. August 2022
Letzte Aktualisierung am: 24. August 2022